Der Kollektivvertrag für Filmschaffende
Der Kollektivvertrag für Filmschaffende erfasst z.B. den Regisseur, Regieassistenten, Produktionsleiter, Aufnahmeleiter, Kameramänner, Kostümbildner, Maskenbildner, Tonmeister etc. Der Kollektivvertrag gilt innerhalb und außerhalb des Gebietes der Republik Österreich für alle Arbeitsverträge, die zwischen Audiovisions- und Filmherstellungsunternehmen (sofern sie Mitglieder der Interessenvertretung sind) und deren Arbeitnehmern (In- und Ausländer) abgeschlossen wurden.
Der Kollektivvertrag gilt nicht für Vorstandsmitglieder, Direktoren, Geschäftsführer sowie leitende Angestellte. Ebenso ausgenommen sind Ferialpraktikanten, Volontäre (Schauspieler) und Komparsen. Dem KV unterliegen Arbeitsverträge sowohl auf bestimmte als auch auf unbestimmte Zeit.
Arbeitszeit
Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt grundsätzlich 40 Stunden von Montag bis Freitag. Diese wöchentliche Normalarbeitszeit kann durch Betriebsvereinbarung oder, falls kein Betriebsrat besteht, durch Einzelvereinbarung abweichend geregelt werden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden; sie kann jedoch auf 9 Stunden ausgedehnt werden. Bei projektbezogenen Arbeitsverträgen auf bestimmte Zeit ist auch eine Pauschalvereinbarung – unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen – über eine wöchentliche Normalarbeitszeit (40 Stunden von Montag bis Freitag) und Mehrleistungen von bis zu zwei Stunden täglich anschließend an die tägliche Normalarbeitszeit und von bis zu zehn Stunden am Samstag (zwischen 7 und 19 Uhr) somit über eine Wochengesamtarbeitszeit von bis zu 60 Stunden möglich.
Der Kollektivvertrag regelt darüber hinaus sehr detailliert Entgelt, Vergütung von Überstundenarbeit, Wochenend- und Feiertagsarbeit sowie Nachtarbeit und Urlaub.